Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule Schreventeich/Wik mit Grundschule Wik
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Die kunstbetonte Schule

Wie ein Donut zum Hot Dog wurde

 

Der WPU Kreativwerkstatt bei Frau Stahnke hatte sich im 2.Hj 2018/19 das Ziel gesetzt für unsere neue Mensa eine fröhliche und künstlerische dreidimensionale Dekoration zu gestalten.

Die Ideen dazu lieferte uns die Mensa, ein Ort zum Essen, selbst.

Die Schüler*Innen erträumten sich Essbares, Köstliches, Fast Food, Leckeres, auch wenn so etwas wohl nie in unserer Mensa zu kaufen sein wird.

 

Aber auch banale Dinge, die man täglich zum Essen benutzt, wurden zunächst skizziert und sollten in Übergröße realisiert werden. Das Material musste einfach zu handhaben und leicht sein, um die Objekte von der Decke zu hängen und sollte natürlich fast! nichts kosten.

Alle Objekte sind aus Kaninchendraht in Form gebogen und teilweise aus mehreren Teilen zusammen montiert. Mit Kleisterpapier, vielen Dank nochmal an die Kieler Nachrichten für die Papierspende, wurde das Drahtgeflecht kaschiert. Jetzt sahen die Drahtobjekte schon eher nach etwas aus. Die Umsetzung der Ideen brachte aber auch die Schüler*Innen zum Teil an ihre Grenzen. So wollte eine Gruppe unbedingt einen Donut mit einem Durchmesser von 120 cm gestalten. Leider ließ sich der Draht nicht so gut in Donut - Form biegen.

So wurde aus dem Donut eben ein Hot Dog. Und der ist nicht nur toll gelungen, sondern lässt so manchem in der Mensa das Wasser im Munde zusammen laufen. Seine stolzen Maße sind 180 cm x 50cm x 25-40 cm !!! Besonders wichtig bei all der Mühe und all den Hindernissen war es nicht aufzugeben, umzudenken und schließlich doch ein Objekt in Übergröße zu realisieren. Und das gelang allen Gruppen.

Die mit Papier kaschierten überdimensionalen Drahtobjekte wurden dann mit farbigem Lack bemalt und werden bald in feinster POP Art Manier ala Claes Oldenburg in unserer Mensa von der Decke hängen. Lasst euch überraschen, was ihr noch Süßes oder Saures zu sehen bekommt....

 

POP ART : Kunstrichtung in Mitte der 1950er Jahren in den USA und GB entstanden. Motive von z.B. Claes Oldenburg ( 1929 in Stockholm geb) entstammen dem Alltag. Durch ihre Übergrößen und das Aufstellen im öffentlichen Raum irritieren die Objekte unsere Sehgewohnheiten. Eine Rieseneistüte klebt z.B. seit 2001 auf dem Hausdach der Kölner Neumarkt- Galerie.

A.Stahnke

Ausflug in die Antike

 

Der WPU- Kreativwerkstatt besuchte im April die Kunsthalle. Ein Schwerpunkt „der Kreativen“ bei Frau Stahnke ist Plastik /Skulptur. Die Antikensammlung der Kunsthalle zu Kiel präsentiert dort eine umfangreiche Sammlung antiker Originale sowie eine Abguss – Sammlung der bedeutendsten

Skulpturen der Griechen und Römer.

Die Sammlung wurde 1843 gegründet und ist dem Lehrstuhl für Klassische Archäologie an der CAU Kiel angeschlossen.

 

Wie begegnet man dreidimensionalen Kunstwerken?

 

Mit offenen Augen !

Schon im Bereich Ratsdienergarten stehen Plastiken im öffentlichen Raum, die nicht auf den ersten Blick als ein Kunstwerk erkannt werden. Sie „verschwinden“ z. T. in ihrer Umgebung oder in der Natur.

Die Ziegelsteinplastik für Kiel“ 1986 von Per Kirkeby wurde von uns „besetzt“, bevor es in die Ausstellung ging. Tatsächlich soll die Plastik Begegnungsort und Ruhepol zugleich sein.

 

Mit allen Sinnen !

Mit Hilfe einer Rallye wurden „die Kreativen“ durch die Ausstellungsräume geleitet. Ein Stuhl zum Sitzen, ein Bleistift zum Zeichnen – Das Wahrnehmen der Skulpturen mit dem Körper, das Schauen und Skizzieren helfen eine Skulptur in ihrer Allansichtigkeit besser zu „begreifen“. Die Schülerinnen und Schüler haben selbstständig die Darstellung griechischer Götter betrachtet/ skizziert und so die drei Epochen der griechischen Kunst kennen gelernt - Basis für das Verstehen und eine Annäherung an aktuelle und moderne Kunst im dreidimensionalen Bereich.

 

Wer ist überhaupt dargestellt ?

Schöne Götter und Göttinnen mit ihren typischen Attributen, wie z.B. Pfeil, Köcher, Tiere uvm sowie Figuren aus der Mythologie und griechische/ römische VIPs.

Nach dem Ausstellungsbesuch sind wir umso mehr an den Geschichten der Griechischen Mythologie interessiert.

Die mythologischen Sagen sollen Inspiration für die weiterführende praktische Arbeit im WPU sein.

 

Die Schüler haben sich vorbildlich verhalten, ich freue mich auf den nächsten Ausstellungsbesuch mit euch.

A. Stahnke

 

 

Landart – Die Natur als Möglichkeitsraum

Workshop vom 26.6. -27.6.2018 der FJG/ Wik mit den Künstlerinnen Britta Finaske und Silja Timm in Zusammenarbeit mit dem Projekt „ Kunst Hoch Schule“ der Muthesius- Kunsthochschule Kiel

 

Was ist Landart?

Unsere Umwelt wird als formbares, gestaltbares Element verstanden. Die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Natur wird gefördert. Nicht nur der Mensch gestaltet, sondern auch Witterungseinflüsse wirken auf das Kunstwerk ein. Die Kunstwerke sind nur an einem Ort zu sehen, sind vergänglich und werden mittels Fotografie dokumentiert. Die Kunstrichtung „Landart“ entwickelte sich ab 1970. Sie wendet sich gegen die kommerzielle und wirtschaftliche Ausbeutung der Kunst. Landart – Künstler wollen ihre Kunst nicht im Museum oder in einer Galerie ausstellen.

Durch Verfremdung von Landstrichen wird das Bewusstsein für Umwelt geschärft. Berühmte Künstler sind Andy Goldsworthy und Robert Smithson.

 

Landart arbeitet mit Naturmaterialien, die vor Ort gefunden werden. Die natürliche Beschaffenheit des Ortes bleibt bestehen, nur die „Ordnung“ wird durch künstlerische Aktivität verändert. Die Natur wirkt vom künstlerischen Prozessbeginn an auf das Kunstwerk ein.

 

Die Schülerinnen und Schüler des WPU „Kreativwerkstatt“ freuten sich, an dem kostenlosen Projekt kurz vor Ferienbeginn teilzunehmen. Die Künstlerinnen B. Finaske und S. Timm ermutigten die Gruppe am ersten Tag nach einer kurzen Einführung über Landart, ihre Gedanken/ Ideen in einem Skizzenheft zeichnerisch oder in Worten festzuhalten. Das naturnahe Gebiet gegenüber unserer Schule eignete sich hervorragend für dieses Projekt. Wasser, Pflanzen und Bäume in wildem Wuchs gegenüber gestalteter Natur rund um die Wohnhäuser bildeten einen erfahrbaren Gegensatz, der zur Suche eines geeigneten Ortes jeder Gruppe anregte.

 

Erste Versuche und Ideen zur Gestaltung wurden am ersten Tag schnell erprobt. Einige Gruppen verwarfen auch Ideen und suchten erneut nach Orten, an denen sich wohl fühlten und mögliche Gegensätze erblickten, wie z.B. hell - dunkel, Verdichtung – Offenheit, nah – fern etc.

 

Am zweiten Tag wurde weiter fleißig an der Umsetzung der Ideen gearbeitet. Interessanterweise waren einige Kunstwerke in ihrer Vergänglichkeit fortgeschritten, was zu großem Eifer führte, den Zustand der Kunstwerke wiederherzustellen. Viele Gespräche mit Anwohnern und Interessierten meisterten die Schüler in ihrer Begeisterung und konnten den einen oder anderen skeptischen Bürger von ihrer Sache überzeugen. Das „Blättertipi“ durfte daraufhin bis zum Projektende im Vorgarten eines Wohnblocks stehen bleiben. Auch die „ Kraft der Natur“ (Gullibepflanzung) sorgte auf dem Teerweg bis zum Schluss dafür, dass die Radfahrer in Schlangenlinien fuhren. Insgesamt gab es viel positive Rückmeldung für unsere Kunstaktion...“ es sieht ästhetisch und schön aus“. „Grüne Farbpalette“, „ Blumenmädchenast“ mit Gedichtvortrag , „ Tempel der Ruhe“ und „ Licht im Dunkeln“, „ Blättertipi“ und „Kraft der Natur“ waren gelungene Kunstwerke zum Thema „Landart“. Bei der Abschlusspräsentation am zweiten Tag, Interessierte und Eltern waren eingeladen, zeigten die Schüler noch einmal wie ernsthaft und mit wie viel Engagement sie ihre Projekte gemeistert hatten. Herzlichen Dank nochmals an die beiden Künstlerinnen. ( A. Stahnke)

Der WPU "Kreativwerkstatt"

Der WPU „Kreativwerkstatt“ kann die Bereiche Bildende Kunst, Darstellendes Spiel, Technik, Textil und Musik umfassen.

 

WPU „Kreativwerkstatt“ wird ab Klasse 7 vier Stunden pro Woche unterrichtet.

 

Zur Zeit findet der WPU „Kreativwerkstatt“ im Bereich Bildende Kunst statt.

Er bietet zweimal wöchentlich eine Doppelstunde, in welcher die Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend in festen Lerngruppen unterrichtet werden. Momentan teilt sich der WPU in zwei Schwerpunkte auf, Malerei und Plastisches Arbeiten.

Der WPU kann von verschiedenen LehrerInnen erteilt werden, die jeweils einen Schwerpunkt unterrichten.

 

Themenfelder der Bildenden Kunst:

  • Malerei

  • Skulptur

  • Grafik/Druck

  • Raumgestaltung/Architektur

  • Fotografie

  • ...

 

Der WPU „Kreativwerkstatt“ bietet so Möglichkeiten, in einer kleineren Lerngruppe als dem Klassenverband theoretische sowie praktische Schwerpunkte der Bildenden Kunst zu erarbeiten. Vertieft wird auch das Lernen an außerschulischen Lernorten, wie z. B. im Museum oder in Ausstellungen kunsttheoretisch und kunstpraktisch tätig zu werden.

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